Die Deutsche Bahn steckt im Winter-Chaos (wir berichteten) und kurz vor den Feiertagen ist auch die Deutsche Post mehr als beschäftigt. Weihnachtszeit ist im Paket- und Postgeschäft nämlich absolute Hochzeit – alle wollen Weihnachtspost verschicken oder bekommen. In Rostock sorgt das für völliges Chaos.
Verlorene Pakete, Wartezeiten jenseits von Gut und Böse, dazu irre Öffnungszeiten. Die Deutsche Post ist in Rostock am Limit und auch die Kunden gehen auf dem Zahnfleisch. Und das ist nur der Anfang…
Nervenkrieg bei der Deutschen Post in Rostock
In der Ulmenstraße in Rostock wird allein das Kaufen von Briefmarken derzeit zur Tortur. Denn die Öffnungszeiten des Servicecenters der Deutschen Post ändern sich ständig. Ist doch mal geöffnet, stehen Kunden bis zu 30 Minuten in der Kälte.
Eine von Ihnen ist Elisa, die einfach nur einen Brief verschicken will. Die Stimmung ist gespannt, ein Mann, der zum ersten Mal vor Ort ist, beschreibt die Lage als „grausig“. Zehn Minuten vor Ladenschluss wird die Schlange der Wartenden immer länger. Was ist hier nur los?
Deutsche Post in Rostock: Völlig überfordert
Ein Mitarbeiter erzählt: „Wir sind seit Wochen überfordert und haben das DHL und der Post auch schon mitgeteilt, doch leider hat sich noch nichts getan“. Laut der „OZ“ sind akuter Personalmangel und Krankheitsfälle der Grund Nummer eins für die wahnsinnigen Szenen in der Ulmenstraße. Zwei Krankheitsfälle pro Woche erschweren die Arbeit im Post-Center massiv.
200 Pakete kommen pro Tag in der Ulmenstraße an, das Lager ist voll. Das liegt laut „OZ“ auch an der Demografie des Viertels. Es leben viele junge Leute in naher Umgebung, die bestellen gerne online. Und auch das Team im Service-Center musste sich verjüngen, derzeit arbeiten hauptsächlich studentische Aushilfen in der Filiale.
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Deutsche Post in Rostock: Minusgeschäft
Doch das hilft alles nur wenig. „Gefühlt ändert dieser Laden seine Öffnungszeiten täglich, tatsächlich vermutlich jede Woche. Die einzige Möglichkeit, sicher festzustellen, ob geöffnet ist, hat man, wenn man direkt vor der Tür steht und auf den handgeschriebenen Zettel guckt“, verkündete eine frustrierte Kundin schon vor zwei Wochen. Viele meiden die Filiale inzwischen – aus Angst vor Wartezeiten und Paketen, die „nicht gefunden“ werden.
Ändern wird sich so schnell wohl nichts in Rostock. „Würden wir mit mehr Leute arbeiten, würden wir ein Minusgeschäft machen. Früher war das anders, als wir noch eine Postbank waren und mehr Personal pro Schicht eingetragen war“, berichtet ein Mitarbeiter. Nach Weihnachten soll dann alles wieder besser werden…