In Flensburg wurde ein Wahrzeichen entfernt – ein Kunstwerk, das über die Jahre gewachsen war und mittlerweile zum Stadtbild gehört.
Doch dieses Wahrzeichen stand schon länger unter Beobachtung der Stadt Flensburg. Jetzt wurde gehandelt – zur Enttäuschung vieler.
Flensburg: Sicherheitsbedenken bei Kunstwerk
Bei dem Kunstwerk handelt es sich um ein „Shoefiti“ – über Stahlseilen baumelnde Schuhe am Beginn der Norderstraße in Flensburg. Jetzt ist die Stadt um eines ärmer, wie das „Flensburger Tageblatt“ berichtet.
Eines der insgesamt zwölf mit Schuhen behängten Stahlseile in Höhe der Hausnummer 24 hat das Ordnungsamt demnach schon länger beobachtet. Der in der Fassade verankerte Haken für das Seil habe sich immer weiter aufgebogen.
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Durch den Regen der vergangenen Tage hatte sich das Gewicht der Schuhe dann so stark erhöht, dass der Haken aufzubiegen drohte, berichtet das „Flensburger Tageblatt“. Das Ordnungsamt beschloss, zu handeln. Vom Korb einer Drehleiter aus schnitt ein Feuerwehrmann alle über dem Seil hängenden Schuhe herunter.
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Das ist Flensburg:
- Die kreisfreie Stadt Flensburg ist nach Kiel und Lübeck die drittgrößte Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein
- Flensburg liegt am Ende der Flensburger Förde, dem westlichsten Punkt der Ostsee, und an der nördlichen Grenze der Halbinsel Angeln
- Die Hafenstadt gliedert sich in 13 Stadtteile und 38 statistische Bezirke
- In Flensburg leben rund 90.000 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
- Die Stadt liegt direkt an der dänischen Grenze und galt lange Zeit als Zentrum der dänischen Minderheit. Heute leben rund 2.300 Dänen in Flensburg (Stand: Dezember 2019)
- Bundesweit bekannt ist die Stadt vor allem durch die vom Kraftfahrt-Bundesamt gespeicherten „Punkte in Flensburg“
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Die Zahl ist beachtlich: Rund 400 Stück sollen es nach Einschätzung der Einsatzkräfte gewesen sein. Jetzt werden die Schuhe entsorgt. Vom beliebten Fotomotiv ein Fall für die Mülltone.
Flensburg: Einigen passt es gar nicht
Dass eines der „Shoefiti“ jetzt weg ist, kommt bei einigen gar nicht gut an. Bei Facebook ist das Entfernen der Schuhe Thema. Während es die einen nachvollziehen können, dass die Schuhe aus Sicherheitsgründen wegmussten, passt es anderen gar nicht.
„Erst zerstört die Stadt sich selbst, dann die Infrastruktur und dann auch noch die Kultur“, schreibt jemand in einer Facebook-Gruppe für Flensburg-Fans. „Statt Lösung finden, wech. Sehr schade Flensburg“, findet jemand anderes.
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Jemand Drittes hätte lieber einen Kompromiss gesehen: „Okay, das waren echt viele und vielleicht zu schwer, aber man hätte ja die Hälfte lassen können oder Ähnliches“.
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Ein Trost bleibt den Kritikern: Es gibt noch einige andere Stahlseile mit Schuhen in der Stadt. (kbm)