Dieses Café auf Norderney birgt so viel Geschichte, dass es vermutlich mehrere Generationen in verschiedenen Versionen kennengelernt haben.
Doch hat es mittlerweile an Glanz verloren? Von Urlaubern und Anwohnern der Insel Norderney hagelt es jetzt harte Worte…
Norderney: Café in verschiedenen Fassaden
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts war die „Milchbar“ noch eine Lesehalle des August Scherl Verlages. 1935 wurde sie dann erstmals zur „Milch-Trinkhalle“. Wo sie von 1945 bis 1951 noch als Tee- und Kaffeeraum für die britischen Soldaten der Rheinarmee diente, übernahm sie 1996 das aus Bremen stammende Unternehmergespann Marc und Jens Bune – und tauften das Café „Milchbar“.
Die „Milchbar“ soll der „Place to be“ auf Norderney sein. Das Highlight, mit dem das Café wirbt: Den spektakulären Sonnenuntergang beobachten. Doch Anwohner und Urlauber finden ganz andere Worte für das Café…
Norderney: Das sind die Kritikpunkte
„Heute fast nur noch eine Saufbude für Clubs! Schade!“, kommentiert ein Mann unter einem Facebook-Beitrag in einer Norderney Gruppe. Und die Veränderungen des Cafés sind mehreren Besuchern aufgefallen: „Die Milchbar war schon zu meiner Kindheit eine beliebte Anlaufstelle. Jeder Besuch war ein Highlight für uns. Ich finde es sehr schade, dass sich die Milchbar nach dem Inhaberwechsel so verändert hat“, kommentiert eine Frau.
Ein Herr beschreibt das Café als „vollkommen überbewertet“ – und auch andere finden, es gäbe andere gute Lokalitäten mit Blick aufs Meer und mit Sonnenuntergang. Was vielen auch bitter aufstößt, sind die Preise: „Schade nur, wenn man preislich überdreht“. Auch ein weiterer Herr sieht das ähnlich: „Ob’s schöner wurde liegt im Auge des Betrachters, sicher aber funktionell und lukrativer für die Erwerber mit den Dollarzeichen in den Augen.“
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Eine andere Urlauberin hat den Hype um die „Milchbar“ noch nie verstanden: „Weit über 30 Mal auf Norderney – nie in der „Milchbar“ – und das soll auch so bleiben. Es gibt schönere und ruhigere Ecken auf der Insel, auch mit Meerblick.“
Manch andere finden aber, dass man es schon mal machen könne – und: Der Milchreis wurde durchweg gelobt.