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Sylt: Preise schießen in die Höhe – HIER zahlen sich Anwohner dumm und dämlich

Dass alles rund um die Insel Sylt ein teures Vergnügen ist, ist kein Geheimnis. Doch auch auf dem Festland müssen deshalb viele einstecken…

© IMAGO / Chris Emil Janßen

Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt ist eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Wir haben fünf überraschende Fakten zur Insel gesammelt.

Sylt ist die glamouröse Perle der Nordsee. Sie ist bekannt für ihre tollen Villen, Cafés und endlosen Strände. Ein Ort, an dem sich Reiche und Schöne tummeln und das Leben in vollen Zügen genießen. So zumindest das Bild, das die Insel in den Köpfen vieler zeichnet.

Aber es gibt auch die Menschen, die die Cafés, Restaurants und Hotels auf Sylt am Laufen halten. Für sie ist es schwer, eine Wohnung auf der Insel zu bekommen. Es gibt zu wenige Wohnungen und sie sind zu teuer. Deshalb pendeln viele Insulaner täglich vom Festland zur Insel. Das Pendeln hat unerwartete Folgen.

Sylt: Pendler treiben Nachfrage an

Pendler, die regelmäßig mit der Marschbahn nach Sylt fahren, haben einen starken Einfluss auf die Immobilienpreise im Umfeld der Bahnstrecke, wie ein Bericht der „shz“ zeigt. Besonders Orte wie Klanxbüll und Niebüll profitieren von ihrer Nähe zum Bahnhof, da immer mehr Menschen den schnellen Zugang zur Insel schätzen.

„Die Nachfrage nach Immobilien entlang der Marschbahnlinie ist hoch, vor allem bei Pendlern“, sagt Makler Jan Friedrichsen. „Die Grundstückspreise in Klanxbüll liegen bei 70 Euro pro Quadratmeter, im benachbarten Neukirchen hingegen, bei nur 40 Euro“, erklärt er weiter.

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Sylt: Pendler bevorzugen kürzere Wege

Die Marschbahn ist wichtig für Pendler und Immobilienkäufer. Sie wollen in den attraktiven, aber teuren Regionen rund um Niebüll und Klanxbüll wohnen. Bahne Richardsen von der Firma Richardsen Immobilien-Vermietungen GmbH & Co, bestätigt, dass die Nähe zum Bahnhof wichtig ist. Sie sagt: „Man kann mit dem Fahrrad zum Bahnhof fahren. Das ist ein großer Unterschied.“ Aber es gibt auch Probleme. Es gibt zwar viele Interessenten, aber nur wenige Häuser.


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Neben den hohen Immobilienpreisen hat die starke Zuwanderung von Pendlern auch Auswirkungen auf das Gemeinschaftsleben in den betroffenen Gemeinden. Bürgermeister Sascha Lewi aus Klanxbüll warnt: „Unser Vereinsleben ist bedroht, weil viele Pendler sich mit dem Ort nicht wirklich identifizieren.“ Das betrifft insbesondere die freiwillige Feuerwehr, die unter der Abwesenheit der pendelnden Mitglieder leidet.

Auch in Niebüll bestätigt Bürgermeister Thomas Uerschels ähnliche Probleme: „Pendler haben wenig Zeit für Ehrenämter, was die Gemeinschaft belastet“, so Uerschels in einem Gespräch mit „shz“. Der Pendlerdruck, verbunden mit hohen Mietpreisen, wirkt sich negativ auf das soziale Gefüge der Region aus.