Sonntage sind für ihre Ruhe bekannt, aber dieser an der Nordsee verlief unerwartet aufregend.
Schuld war ein Kapitän, der während einer Nordsee-Rundfahrt auf seinem Fahrgastschiff einen folgenschweren Fehler machte.
Nordsee-Ausflug endet plötzlich
Im Wattenmeer vor Büsum fuhr sich das Schiff ein Fischernetz in den Propeller und musste abgeschleppt werden. Immerhin: Schäden entstanden bei dem Unglück keine.
Um 16.50 Uhr verhakte sich die „Heimathafen Büsum“ durch eine Unachtsamkeit des Kapitäns im Steert des bordeigenen Kurrenfischernetzes.
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Das ist Büsum an der Nordsee:
- Büsum ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein
- Der Hafenort liegt direkt an der Nordsee. Er ist seit dem 19. Jahrhundert Seebad
- Nach Übernachtungszahlen ist Büsum nach Sankt Peter-Ording und Westerland der drittgrößte Fremdenverkehrsort an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste
- Ursprünglich war Büsum eine Insel mit mehreren Dörfern, seit 1585 ist es mit dem Festland verbunden
- Der Ausflugs- und die Fischereihafen prägt das Ortsbild; die Büsumer Krabben sind auch überregional bekannt
Der Kapitän reagierte sofort, als Zug in das Netz kam und kuppelte die Maschine aus. Um Schäden zu vermeiden und die Fahrt nicht unter eigener Maschinenkraft fortführen zu müssen, kam ein Seenotrettungskreuzer als Schlepperassistenz herbei.
Er brachte das Fahrgastschiff sicher zum angestammten Liegeplatz im Büsumer Landeshafen. Aber der Ausflug war natürlich beendet.
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In Büsum entfernten Taucher das Netz aus der Schraube.
Es kam zu keinerlei Sach-, Personen- oder Umweltschäden, heißt es von der Polizei. (jds)